|
Das Wappen von Holzappel |
|
|
Das 1950 amtlich genehmigte Wappen von Holzappel geht auf das Wappen der gleichnamigen Grafschaft zurück und wurde bereits Ende des 17.Jahrhunderts von der Gemeinde geführt. Nach der Beschreibung im „Hessischen Wappen-buch“ befindet sich in seinem Siegelfeld „ein blau-bewehrter, roter Greif mit einem grün-gestielten und gold-gekrönten Apfel in der rechter Kralle“. Der (Holz-)Apfel stammt aus dem Hauswappen des Grafen Peter Melander von Holzappel, dem der Ort seinen heutigen Namen verdankt. |
|
|
|
|
| Holzappel hieß früher Esten und war der Mittelpunkt der Esterau, die bereits 959 als eigene Grundherrschaft im fränkischen Engersgau erwähnt ist. Das „Sigel des Gerichts zu Esten“ zeigt im Siegelfeld den Kirchenpatron Johannes den Täufer „mit Buch und Lamm“. Nach ihm heißt die evangelische Kirche des Ortes „Johanneskirche“. |
![]() Siegel des Gerichtes zu Esten 1640 |
|
|
|
|
1643 ging die damals zehn Dörfer und einige Höfe rund um Esten umfassende Esterau durch Kauf von Nassau-Hadamar an den kaiserlichen Feldmarschall und Grafen Peter Melander von Holzappel über, der das Gebiet zugleich zur „Reichsgrafschaft Holzappel“ erhob. Unter der Tochter des Grafen, der Fürstin Elisabeth Charlotte von Nassau-Schaumburg, erhielt Esten 1688 Stadtrechte und führte seitdem den neuen Namen Holzappel. Die Stadtrechte für Holzappel gingen 1885 mit der „Preußischen Kreisreform“ im ehemaligen Herzogtum Nassau verloren |
|
| Fürstin Elisabeth Charlotte | |
|
Verantwortlich für Text und Bilder Willi Schmiedel, Gestaltung Rolf Schmidt |
|