Der Holzappeler Bärenbrunnen

Der Bär, das Wappentier des Hauses Anhalt, wie auch des neuen Bundeslandes Sachsen-Anhalt, kam vor rund 300 Jahren nach Holzappel: Die Vermählung einer Enkelin des Grafen Peter Melander mit dem Fürsten Lebrecht von Anhalt begründete das   Fürstentum Anhalt-Bernberg-Schaumburg (1707-1812), dem auch die Grafschaft Holzappel zugehörte.

Der erste Holzappeler Bärenbrunnen geht auf das Jahr 1734 zurück und stand auf dem oberen Marktplatz vor Kirche und Rathaus. Nachdem er baufällig geworden war, errichtete man 1913 den "neuen" Bärenbrunnen als Heimatdenkmal der Esterau auf dem unteren Marktplatz vor dem "Herrenhaus zum Bären" und dem historischen Goethe-Haus.

Bild "Einweihung 1913"

 

Goethe in Holzappel
Das Goethe-Haus auf dem unteren Marktplatz erinnert an den Besuch des großen deutschen Dichters am 23. Juli 1815 in Holzappel. Johann Wolfgang von Goethe kehrte in dem damaligen Wohnhaus des Bergwerksdirektors Schneider ein, um geologische Gespräche über das Phänomen der "Verwerfung der Erzgänge" zu führen. In seinem Tagebuch lobte er den "sehr unterrichteten Bergcommissär und die freundliche Bewirthung".

Aktualisiert:16.12.2010

Verantwortlich für Text und Bilder Willi Schmiedel, Gestaltung Rolf Schmidt