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„20 Jahre Heimat- und
Bergbau-Museum Esterau“: Der runde Geburtstag ihres inzwischen „gedeihlich
herangewachsenen Patenkindes“ war den Initiatoren der sorgsam gehegten
historischen Sammlungen im Erdgeschoss des Holzappeler Rathauses eine
Erinnerung an die Anfänge im Jahre 1988 wert. Zur Geburtstagsfeier im voll
besetzten Saal des Gasthauses „Zur Ecke“ konnte Willi Schmiedel mit den
zahlreichen Förderern und ehrenamtlichen Betreuern zugleich den
Bürgermeister der Verbandsgemeinde Diez und seine Kollegen aus den
Esteraugemeinden, Horst Wienberg als „Retter der Laurenburg“ sowie die
Vertreter der Kirchen, der Esterauschule, der Kindertagesstätte und der
Holzappeler Ortsvereine begrüßen. Der Vorsitzende des Föedervereins
erinnerte in seiner Rückschau auf den 20-jährigen „Museums-Marathon“ an
die Motivation der durchweg ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter. „Die Geschichte der Esterau ist reich an großen Namen und
bemerkenswerten Höhepunkten; vor allem aber ist sie die Geschichte der
einfachen Menschen, die vor uns gelebt haben“, betonte Schmiedel mit dem
Hinweis auf die in der Gegenwart kaum noch vorstellbaren Arbeits- und
Lebensbedingungen der zahllosen Bergleute in der Region. Dies alles nicht
zu vergessen, bewahre uns Heutige vor Selbstüberschätzung, aber auch vor
Selbstmitleid. Sein besonderer Dank galt der Ortsgemeinde Holzappel für
die Bereitstellung der Räume im Erdgeschoss des Rathauses. Ein herzliches
Wiedersehen feierte die Festversammlung mit dem 88-jährigen Ehrenmitglied
des Fördervereins, Rudolf Scheid, der als „Mann der ersten Stunde“
zusammen mit Willi Schmiedel, dem damaligen Rektor der Esterauschule und
mit der Mundartdichterin Annekathrin Wild mit großem persönlichen
Engagement zur Realisierung der Museumspläne hat. Als Schwiegersohn des
letzten Obersteigers der Grube Holzappel und passionierter Geologe und
Mineraloge hat sich Scheid, der seit zwei Jahren in der Nähe seiner Kinder
bei Düren in Nordrhein-Westfalen wohnt, vor allem um die Dokumentation des
Erzbergbaus in der Esterau verdient gemacht. Bei seinem Rückblick ließ
Willi Schmiedel die markanten Stationen der zwei Jahrzehnte
Museumsgeschichte Revue passieren, die zudem mit einer eindrucksvollen
Fotoausstellung auf der Bühne dokumentiert waren. Auf die Einweihung der
Sammlungsräume im Holzappeler Rathaus im Jahre 1988 folgte bereits 1990
die Eröffnung der vom Förderverein renovierten Melandergruft in der
Johanneskirche und – wiederum zwei Jahre später - 1992 die Fertigstellung
und Freigabe des Lehrpfads „Grube Holzappel“ über das ehemalige
Betriebsgelände bei Dörnberg-Hütte. Zugleich konnte der Vorsitzende auf
die Herausgabe einiger heimathistorischer Schriften und die Organisation
interessanten Studienfahrten, unter anderem in die Heimat der
Charlottenberger Waldenser in den Alpentälern von Piemont in Norditalien
verweisen. Als Anerkennung ihres durchweg ehrenamtlichen Engagements
wurden die Mitarbeiter beim Museumsdienst und bei der Betreuung des
Grubenlehrpfades, sowie die Autoren der Schriften und Begleiter der
Studienfahrten vom Vorstand mit Ehrenurkunden und kleinen Präsenten
ausgezeichnet. Der Holzappeler Ortsbürgermeister Manfred Noll und der
Bürgermeister der VG Diez, Franz Klöckner, würdigte in ihren Grußworten
die Leistungen der Initiatoren und freiwilligen Helfer als wertvollen
kulturellen Beitrag für die Region Esterau. Dem schlossen sich auch die
Vertreter einiger Holzappeler Ortsvereine an. Annakathrin Wild, die
stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, berichtete über amüsante
Begebenheiten bei den Museumsführungen. Für die stimmungsvolle
musikalische Umrahmung der Geburtstagsfeier sorgten die Freizeitsänger aus
Dörnberg-Hütte und die Mundharmonika-Gruppe „Esterau“ unter der Leitung
von Gotthard Schäl. |